Tipps


Die Umgebung / Empfehlungen


Die Gegend bietet landschaftliche, kulturelle und kulinarische Attraktionen ohne Gleichen, die selbst hartgesottene Italienfans immer wieder beeindrucken.
Die Tipps und Empfehlungen bilden nur einen winzigen Ausschnitt an Attraktionen in der nächsten Umgebung, das Hinterland bietet noch Dinge wie Thermalquellen, Höhlen, Hochgebirge, historische Stätten aus Altertum und Mittelalter, die hier nicht alle beschrieben werden können.

Fosdinovo

Von Giucano aus ca. 3 km den Berg hoch erreicht man Fosdinovo. Sehenswert ist hier die atemberaubende Aussicht Richtung Meer/Tal, das Castello (die Burg, auf der es nach Aussage der Einheimischen spukt), die malerischen Gässchen, Treppen und Durchgänge, nicht zuletzt die drei (!) Kirchen im Dorf. Eine Bar und ein Tante Emma-Laden runden das Angebot ab. Hier kann man mal kurz was einkaufen, wenn man nicht in die nächste Stadt fahren will.

Sarzana

ist die nächste größere Stadt im Tal, hier findet man alles was das Herz begehrt. Bank, Post, Bahnhof, Flaniermeilen, eine historische Altstadt, Kaffees, Restaurants, Supermärkte, Castello, Antiquitäten....
Zudem ist alles fest in italienischer Hand, Touristen verirren sich selten hierher.
Hier versorgt man sich am besten mit Lebensmitteln im Hyper-Coop, auch als Centro Luna ausgeschildert, im Norden der Stadt.
Jeden Donnerstag ist Markt in Sarzana, hier ersteht man neue Unterhosen oder die extravagantesten Delikatessen.

Lucca

In weniger als einer Stunde erreicht man Lucca, ein mittelalterliches Städtchen mit einer einzigartigen Stadtmauer und einer historischen Altstadt. Im Zentrum gibt es eine wunderschöne ovale Piazza!

Luni

Ruinen aus der Römerzeit und davor. In de Ebene Richtung Meer, bitte Schilder beachten oder gute Karte besorgen. Ausgrabungen mit Museum.

Pisa

erreicht man in ungefähr 1  Autostunde, wenn man Interesse an schiefen Bauwerken hat.

La Spezia

ist verglichen mit den anderen Attraktionen nicht unbedingt sehenswert, verfügt aber auch über einige schöne Ecken, die man entdecken kann, wenn man sich z.B. auf dem Weg nach Cinque Terre befindet.

Carrara

In ca. 30 min. ist man in Carrara und kann sich dort die Marmorsteinbrüche anschauen. Von hier aus wird der berühmteste italienische Marmor in alle Welt verschifft. Inzwischen gibt es oberhalb von Carrara ein sehr sehenswertes Bergbaumuseum. In zahllosen Werkstätten kann man den Künstlern bei der Arbeit zuschauen.

Lerici

Ein Hafenstädtchen mit ausgedehnter Strandpromenade und Blick über den Golf von La Spezia. Hier auch Möglichkeit zum Baden, dazu weiter unten mehr.

Die Halbinsel

zwischen Lerici und dem Fluss Magra, siehe Karte 2.
Hier lohnt es sich die Straße von Lerici Richtung Montemarcello zu fahren, die Aussicht ist grandios über den Golf von La Spezia, auf den Appennin, die Marmorbrüche, etc. !
Über Ameglia dann zurück nach Sarzana. Auch ideal mit dem Fahrrad.

Castelnuovo Magra

Von Sarzana Richtung Süden, nach einigen Kilometern rechts ab. Mittelalterliches Städtchen mit Burg auf einem Hügel.


Cinque Terre


Cinque Terre bedeutet soviel wie fünf Dörfer. Es handelt sich dabei um Ortschaften, die sich malerisch in die Schluchten einer Steilküste zwängen und inzwischen zum UN-Weltkulturerbe zählen.
Die 5 Dörfer heißen Rio Maggiore, Manorola, Corniglia, Vernazza und Monte Rosso. Mit dem Auto sind die Ortschaften schlecht zu erreichen, aber es gibt eine Bahnlinie, die sich in Tunneln an den Ortschaften vorbei schlängelt, es gibt einen dichten Schiffsverkehr, auch von La Spezia und Lerici aus, dann kann man zwischen den Orten auf ausgewiesenen Wanderwegen zwischen Oliven und Kakteen wandern.

Unser Tipp: Mit dem Auto durch La Spezia nach Portovenere, oder über Lerici mit dem Schiff nach Portovenere. Von Portovenere aus mit dem Schiff in eines der Dörfer, eine kleine Wanderung von z.B. 1 Std. ins nächste Dorf, dann wieder mit dem Schiff zurück nach Portovenere -  traumhaft!

Alternativ auch von Sarzana aus mit einer Tageskarte mit dem Zug in einen der Orte. Mit dem entsprechenden Ticket kann man den ganzen Tag zwischen den Orten hin- und her fahren, abends dann wieder zurück nach Sarzana.

Baden ist in allen Orten möglich, meist in der Nähe des Hafens, in der Regel ist das Wasser sehr sauber und es können sogar Fische beobachtet werden.

Baden


Viele Italiener gehen Gott sei Dank vor Juli nicht ins Wasser, die Hauptbadesaison beginnt erst mit den Sommerferien. Dann sind alle Strände in der Gegend nicht überfüllt mit Touristen, nein, die Einheimischen selbst aalen sich von morgens bis abends in der Sonne. In der Vor- und Nachsaison ist es für Nordlichter gut erträglich, was die Wassertemperatur angeht und der Gast hat den Strand dann eher für sich.

Fiumaretta

Links des Flusses Magra beginnt ein kilometerlanger Sandstrand, mit meist kostenpflichtigen Stränden, dazwischen immer wieder kleine, öffentliche Strände.
Es lohnt sich ab und zu einen Schirm mit zwei Liegestühlen zu mieten, ab Nachmittag 14:00 Uhr zum halben Preis, dafür bekommt man einen sauberen Strand, den Capuccino in Reichweite, Toilette und Dusche. Der Strand bei Fiumaretta liegt landschaftlich am schönsten, empfehlenswert sind Bagno Ivana (gute Focaccia) und Bagno Elisa (schönere Wellen bei Wind). Man erreicht die Strände über Sarzana, dann Richtung Marinella di Sarzana, an der Küste dann rechts halten, Parkmöglichkeiten an der Strasse oder auf kostenpflichtigem Parkplatz in Fiumaretta.

Fascherino

Geheim-Tipp, den leider alle kennen!
Ein öffentlicher, gebührenfreier Strand in einer halbmondförmigen Bucht, von Felsen eingefasst  - romantisch! Mit einer kleinen Bar, ebenfalls einige wenige Liegstühle und Schirme zu mieten. Über Lerici Richtung Tellaro. Parkmöglichkeit noch vor dem Ortseingang von Fiascherino. Am Ortseingang das Schild "Strada publico" beachten, das auf eine Treppe zum Strand hinweist.

Lerici

Schöne, ausgedehnte Strandpromenade mit öffentlichen und privaten Standstränden.

Punta Corvo

Für Abenteurer! Von Montemarcello aus führt ein Fußweg Richtung Strand, dabei sind dann allerdings ca. 200 steile, beschwerliche Höhenmeter zu überwinden, etwas Kondition wird vorausgesetzt, speziell für den Rückweg. Aber der Weg lohnt sich - schwarzer Sand unter den Füssen, die Steilküste im Rücken, vor sich das offene Meer! Hm, allerdings gibt es auch einen Fährdienst in kleinen Booten von Bocca di Magra oder Fiumaretta, also im Sommer ist der Strand dann doch recht voll.

Essen


Der Italienkenner weiß, dass die verschiedenen Regionen über ihre ganz speziellen Leckereien verfügen, und dass  Italiener in der Regel keine Pizza essen, wenn sie sich was anderes leisten können.

In der Gegend um Giucano gibt es folgende Spezialitäten:

"Sgabei" in Öl ausgebackene, warme Teigtaschen, dazu werden Antipasti, in der Regel Wurst, Schinken und Käse der Region gegessen.
"Testarolli" eine Art kleine Pfannkuchen, die es mit Ragout (Hackfleischsoße) oder Pesto gefüllt gibt.
"Tagliatelle" die bekannten Bandnudeln, dazu Pilzsoße (ai Funghi), oder Pesto, oder Hackfleischsoße (al Ragout), ganz besonders zu empfehlen mit Wildschweinsoße !!

Wild ist ebenfalls in der Gegend eine Spezialität, allerdings sind Fleischgerichte sehr teuer und man nimmt es dem Gast nicht übel, wenn dieser "nur" Antipasti und ein Nudelgericht (Primi) isst und das "Secondi" (Hauptgericht) auslässt. Dann kann sich der Gast allerdings mühelos noch ein Dolce (Nachtisch) und einen Espresso gönnen. Der Hauswein ist in allen Lokalen zu empfehlen, viele machen Ihren Wein selbst und trinken diesen auch selbst.

Ansonsten ist die Gegend berühmt für ihre Focaccia, eine Art Fladenbrot, ähnlich einer Pizza, aber mit mehr Teig, mit verschiedenem Belag, sehr lecker zwischendurch auf die Hand, aber auch aus dem Supermarkt für abends zum Aufbacken.

Emili

Das Restaurant im Dorf, sehr zu empfehlen, hervorragende Küche und freundliche Bedienung, im weiten Umkreis bekannt. Am besten reservieren, besonders wenn man einen Platz auf der Terrasse will.
Hier isst man besonders gute Sgabei mit Antipasti. Die Dolce sind fantastisch, der Ober kommt mit einem Rollwagen an den Tisch, der Gast hat die Qual der Wahl. Preislich gesehen auch etwas gehobener, aber einmal sollte man sich das gönnen.

Il Faro

Etwas unterhalb von Giucano an der Strasse. Ebenfalls gute Küche und nicht weit nach Hause, kann auch für den Verdauungsspaziergang dienlich sein.

Sarzana

In Sarzana gibt es alle Kategorien an Restaurants oder Focaccerias, auch einfache und gänstige, in denen man auch eine Pizza essen kann.
Sich etwas umschauen lohnt sich, z.B. auf der Piazza Garibaldi eine günstige Pizzeria und eine fantastische Eisdiele daneben für die Nachspeise.

Il Cucco

(Auf deutsch: der Kuckuck, Geheim-Tipp!!!) Der Straße nach Fosdinovo folgen, oben angekommen scharf links, nach 100 m geradeaus und nach ca 1 km, wenn sich die Straße wieder nach unten gen Tendola neigt, liegt das Gasthaus gleich zur rechten...
Ein Restaurant mitten im Wald, mit hervorragender Küche und dabei sehr günstig. Hier isst man besonders gut verschiedene hausgemachte gefüllte Pasta oder hausgemachte Gnocchi.


Ansonsten " Probieren geht über Studieren...."

Viel Spaß und ein dolce vita in bella Italia!